Berufswahl im Blindflug: Wie finden junge Menschen ihren Weg? – mit Bettina Weckesser (Siemens)

Shownotes

Faul, verwöhnt, nicht belastbar: Das hören junge Menschen seit Jahren über sich. Gleichzeitig sollen sie sich für einen Beruf entscheiden, während Unternehmen Stellen abbauen, KI Einstiegsjobs verändert und niemand weiß, welche Berufe es in fünf Jahren noch gibt. Am Willen fehlt es also selten, eher an Orientierung. Feli und Beccs sprechen mit Bettina Weckesser, Global Head of Siemens Professional Education, darüber, wie Berufsorientierung heute funktioniert und warum Siemens dafür mit SIEYA eine eigene Plattform gebaut hat. Was machen die ständigen Vorurteile mit dem Selbstbild junger Menschen? Was können kleinere Unternehmen von Siemens lernen? Und wie bildet man für eine Arbeitswelt aus, die sich schneller dreht als jeder Lehrplan? Eine Folge über Berufsorientierung zum Anfassen und darüber, warum Nachwuchsarbeit gerade jetzt nicht auf Pause gehört.

Unterstützt von unserem Firmenfitness Partner EGYM Wellpass: Weil Pausen, die körperlich und mental auftanken, einfach dazugehören.

Kapitel: 00:00:00 – Vorurteile über junge Menschen im Job 00:05:10 – Berufsorientierung in Schule, Uni und Ausbildung 00:11:37 – SIEYA: Wie Siemens Berufe erlebbar macht 00:15:15 – Azubis gewinnen als kleines Unternehmen 00:17:43 – KI in der Ausbildung

Du willst uns kontaktieren – mit anregenden Ideen oder konstruktivem Feedback? Wir freuen uns! Gerne an: jobs@omr.com. Bevor du den Verdacht hegst: Nein, Bewerbungen nehmen wir da nicht entgegen. Aber wenn du einen Job suchst, dann sind wir auch für dich da. Auf unserer Jobbörse.

Mehr zu den Hosts: Felicitas von Kyaw und Rebecca Feucht

Mehr zur Expertin: Bettina Weckesser und zur Plattform SIEYA von Siemens

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Ein Podcast von OMR Jobs & HR, produziert von Podstars by OMR.

Transkript anzeigen

00:00:08:

00:00:09: Der HR-Podcast von OMR.

00:00:12: Über die Arbeitswelt, vom Konferenztisch

00:00:14: ... Bist du den Gesprächen an der Kaffeemaschine?

00:00:21: Ja, Feli, wenn du heute noch mal fünfzehn wärst...

00:00:25: Das wäre schön!

00:00:26: Oder?

00:00:26: Na ja weiß nicht.

00:00:28: Aber wie würdest du auf deine berufliche Zukunft schauen?

00:00:31: Also ich glaube, ich wäre durchaus verunsichert.

00:00:36: Verunsicherd weil es so viele Möglichkeiten heute gibt und ich habe gar nicht wüsste Wie soll ich mich, wie kann ich mich bestmöglichst dafür entscheiden?

00:00:45: Also was ist jetzt eigentlich richtig nach vorne gerichtet.

00:00:50: Ehrlicherweise war ich aber auch damals, ob das mit Fünfzehn, Sechzehn oder so war, verunsichert, was die richtige Entscheidung ist aufs Leben betrachtet und insofern kann ich manche der Gedankengänge sehr gut nachvollziehen.

00:01:06: Das ist eine schöne Antwort!

00:01:07: Ich glaube mir würde es genauso gehen.

00:01:10: Und damit herzlich willkommen, liebe Zuhörerinnen und Zuschauer.

00:01:13: zum OMHR Podcast.

00:01:15: Wir wollen heute über das Thema Berufsorientierung sprechen – über junge Menschen?

00:01:20: Und vielleicht auch über versagende Orientierungsstrukturen?

00:01:24: Dazu haben wir mit der lieben Bettina Weggesser gesprochen.

00:01:27: Ich lese ganz kurz den Titel ab, damit ich nichts falsch sage!

00:01:30: Sie ist Global Head of Professional Education bei der Siemens AG und betreut dort die kompletten Ausbildungsinhalte und die Plattform SIA.

00:01:39: Sie zeigt uns, wie sie junge Menschen anspricht und warum sie einen anderen Weg gewählt hat als vielleicht andere Unternehmen.

00:01:55: So eine Hafermilch-Gesellschaft,

00:02:06: so ne

00:02:07: Guatendickshafttruppe.

00:02:13: Ja du fängst was an!

00:02:14: Und beim ersten leisen Gegenwind denkst du, nee, das war das

00:02:18: falsche.

00:02:19: Schmeiß die Flinte wieder ins Korb!

00:02:20: Wenn ich mit meinen Unternehmern heute spreche, als Unternehmercoach habe ich immer wieder dieselben Themen.

00:02:25: Wir finden keine Leute mehr, sie wollen mal die Handschmutzig machen.

00:02:27: und auf der anderen Seite hören wir aber auch von euch jungen Menschen.

00:02:30: Ich hätte gerne ein fünf-dreißig Stundenjob am besten vier Tage bei Obstkopf da sein, Wasser, Kaffee ist irgendwie selbstverständlich.

00:02:36: Ach, Homeoffice wäre noch gut, ein Laptop wär noch gut und ein Auto?

00:02:39: Brauche ich nicht, aber Bahnkarte wäre so... Ach, so'n Jobbike wär auch noch gut Und irgendeiner muss das Ganze auch finanzieren.

00:02:45: Die Aussagen, die ihr gerade gehört habt sind teilweise drei Jahre alt und teilweise ganz frisch.

00:02:50: Ich muss sagen, mich hat es echt erschreckt, dass sich die Aussagen nicht ändern.

00:02:54: Keine Sorge!

00:02:55: Wir rollen noch mal das Thema Gen Z auf.

00:02:58: Das haben Caro und Marvin in der letzten Staffel in einer tollen Folge gemacht.

00:03:02: Wir wollen darüber sprechen wie die Generation darunter ihre ... Orientierung finden kann, gerade weil sie so Medien geprägt sind und sehen wie andere über die Generation vor ihnen oder auch über ihre eigene Generation sprechen.

00:03:14: Ich frage mich da echt, wie kann man noch motiviert in den Beruf starten wenn man das alles übersichert?

00:03:20: Also ich kann es durchaus nachempfinden ja, wenn man von allen Seiten eingeredet bekommt dass man Foul ist oder angeblich faul ist, nicht belastbar sei.

00:03:32: Das macht sie ähnlich.

00:03:33: was mit einem eigenen Selbstbild?

00:03:34: das kann ich mir schon vorstellen.

00:03:36: aber die mediale Debatte Ist ja tatsächlich nur die spitze des Eisbergs.

00:03:40: wenn man sich anschaut wie aktuell real auf oder was aktuell Real auf junge menschen einprasselt dass es das war sind enormen Entscheidungs- und auch orientierungsdruck ausübt denke ich

00:03:53: Ja und dazu kommt irgendwie auch noch die wirtschaftskrise die du mehr oder weniger angerissen hast.

00:03:58: Und die Jobangst, also wir sehen ... Wir haben Einstellungs-Stops bei Traditionsunternehmen.

00:04:04: Wir haben Restrukturierungen und Entlassungswellen.

00:04:07: Dazu sehen wir junge Menschen in den sozialen Medien, die über hundert Bewerbungen schreiben und teilweise nicht mal eine Antwort bekommen.

00:04:14: Ja dazu sprachen wir schon in der tollen Folge rund um KI wie KI auch die klassischen Lernfade gerade von Einsteigerinnen gegebenenfalls bedroht und die KI droht, sage ich mal diese Lernfrage von BerufseinsteigerInnen und Juniorrollen zu übernehmen.

00:04:35: Aber wer neugierig ist gerne nochmal in die Folge hören?

00:04:39: Kann ich auch empfehlen!

00:04:40: Von hier aus gibt es dazu weit mehr nämlich die Frage welche Berufe gibt es in fünf Jahren überhaupt noch?

00:04:49: Das wissen ja nicht mal die Unternehmen.

00:04:51: Genau so ist es!

00:04:52: Und genau darin liegt für mich hier tatsächlich das Dilemma, wenn Unternehmen selbst kaum wissen wie die Zukunft aussieht und welche Berufsbilder Stichwort Skills in Zukunft gefragt sind?

00:05:02: Wie sollen's denn jungen Menschen, die gerade erst ins Berufsleben reinwachsen?

00:05:06: Das ist eigentlich glaube ich die faire Frage.

00:05:08: Heutzutage ist wichtig zu verstehen, dass wir nicht fehlende Informationen haben.

00:05:14: Vielmehr die fehlenden Orientierung.

00:05:17: Gerade bei den jungen Menschen, denen so viele Möglichkeiten offen stehen.

00:05:22: Da ist es schwierig, den Weg für sich selbst zu finden!

00:05:26: Bettina hat hier gut zusammengefasst, was wir im ersten Kapitel mit euch besprechen.

00:05:33: Mir liegt das Thema sehr doller am Herzen.

00:05:35: Ich bin selber Ausbilderin nach meiner Ausbildung geworden.

00:05:39: Ja, es macht sehr viel Spaß.

00:05:41: Es hat sehr viel Spass gemacht.

00:05:42: hier habe ich die Rolle nicht mehr erinnert aber ich hab sie wirklich sehr geliebt.

00:05:45: Ja das glaube ich ist eine wichtige Aufgabe

00:05:47: und junge Menschen sind halt irgendwie gar nicht so faul kann ich auch sagen.

00:05:51: also ich möchte nicht vor allem sprechen aber die die ich kennengelernt habe Sagst

00:05:54: du weil Du noch selber jung bist?

00:05:57: Leider gar nicht mehr so jung In dem zugedürftig auf Ausbildungsmessen gehen.

00:06:04: Und Ich hatte total den spaß habe ja gerade schon gesagt Aber ich fand's auch total interessant Bei der ich oft vor Ort war, gab es so Fragebögen was junge Menschen werden wollen.

00:06:14: Und wir haben vorher bei einem Gespräch in der Schule erfahren dass die meisten jungen Menschen die Jobs ihrer Eltern aufgeschrieben haben den Job des Lehrers

00:06:24: oder

00:06:24: der Lehrerin und Influencer.

00:06:27: Okay, das ist ein neuer Trend sozusagen.

00:06:30: Aber Jobs der Eltern oder Jobs von anderen Kindern – das ist so der verwandte Kreis auf dem man rekurriert.

00:06:38: Ja

00:06:38: also einfach das was bekannt ist

00:06:40: und

00:06:41: glaube darüber müssen wir ganz dringend sprechen?

00:06:45: Und die bisherigen Strukturen, die eigentlich genau hier Orientierung geben sollen kommen in dieser Veränderung zunehmend an ihre Grenzen.

00:06:53: Das Bildungssystem ist vielerorts Noch nicht nah genug an dem, was die Arbeitswelt von heute und morgen dann tatsächlich brauchen wird.

00:07:01: Und muss sicherlich noch nachziehen.

00:07:04: Laut der aktuellen Trendstudie Jugend in Deutschland, zwanzig, sechsundzwanzig fühlt sich gerade einmal ein Drittel, Zwei- und Reißig Prozent des Schülerinnen und Schülern durch die Schule gut auf das Berufsleben vorbereitet.

00:07:15: Also zwei-undreißig prozent ist schon eine Zahl würde ich sagen.

00:07:18: trotz vieler Angebote zur Berufsorientierung also die gibt es ja ist ja nicht so dass es nicht vorhanden ist fehlt Jugendlichen häufig die Frage, welcher Weg zu ihnen und zur Arbeitswelt von morgen passt.

00:07:31: Also dazu fehlt ihnen häufig die nötige

00:07:33: Orientierung.".

00:07:35: Und dieser Trend setzt sich in gewisser Weise fort.

00:07:38: auch an den Universitäten zeigt sich laut einer Studie vom Stifterverband und McKinsey aus dem Jahr twenty-fünf ein ähnliches Bild.

00:07:47: hier sind es zweiundachtzig Prozent In dem Fall der befragten Unternehmen die Vorbereitung der Studierenden durch deutsche Hochschulen auf die neue Arbeitswelt nicht für ausreichend halten.

00:08:00: Oder ich glaube, die Formulierung geht eher in Richtung Nichtausreichen also unzureichen wollte ich sagen.

00:08:07: Etwas anders sieht es beim Thema Ausbildung aus.

00:08:09: das ist ja eine schöne deutsche Errungenschaft würde ich sagen.

00:08:11: hier sind nach Studien die meisten zufrieden mit dem dualen System wenngleich auch hier Debatten über die Modernisierung der Ausbildungsinhalt und der Form stattfinden.

00:08:22: Dieser Podcast ist unterstützt von iGemWellPass.

00:08:25: Weil Pausen, die körperlich und mental auftanken einfach dazugehören!

00:08:30: So wie euch diese Folgezeit für einen Kaffee gibt kann iGEM WellPass genau das für eure Nachwuchskräfte leisten.

00:08:36: Einenfünfzig Prozent der achtzehn bis vierunddreißigjährigen sagen ihr Job beeinträchtigt ihre mentale Gesundheit.

00:08:42: Mit unbegrenzten Zugang zu Sport- und Wellnessangeboten zeigt Ihr Wertschätzung – um Macht Euch als Arbeitgeber nicht nur für Genzi attraktiver.

00:08:51: Jetzt informieren auf idm-wairpass.com oder über den Link in die Show Notes.

00:08:59: Find ich wichtig, ich mach noch mal einen ganz kurzen Schwenk zu meiner persönlichen Erfahrung.

00:09:05: Ich hab's ja grad schon angerissen, selber nur eine Ausbildung und da kommen wir nämlich genau zu dem Punkt.

00:09:13: Und das habe ich in der KI Folge schon angerissene irgendwie so ein bisschen... falsche Berufsbildung gehabt, Jahre oder sogar Jahrzehnte lang.

00:09:20: Also wenn es mich betrifft sind's Jahrzehnte aber wir haben Ausbildungen Handwerk so ein bisschen in ihrem Prestige abgesenkt.

00:09:27: Wir haben jungen Menschen gesagt Geh studieren das ist das einzige was die Sicherheit bringt für die Zukunft.

00:09:34: Und irgendwie haben wir dabei vergessen dass wir beide Seiten brauchen und das ist auch individuell zu den jungen menschen passen muss.

00:09:40: und ich habe gerade gesagt Ich habe nur eine ausbildung.

00:09:43: so stelle ich mich ganz ganz oft vor mich ärgert das ein bisschen oder beziehungsweise ich ärger mich über mich selber, wenn ich das sage.

00:09:51: Weil ich zum Beispiel in meinem Fall schon beruflich Verantwortung übernommen habe während ehemalige Klassenkameraden von mir noch in ihrem Bachelorstudiengang saßen und deswegen verstehe ich nicht warum ich mich selbst abwerten möchte mit diesem nur-und.

00:10:04: andererseits sehe ich halt zb auch in Stellenausschreibungen ganz oft dass auf jeden fall ein Studium verlangt ist obwohl ich tatsächlich alles andere zum beispiel erfüllen würde.

00:10:13: Und ich möchte an der Stelle studieren, überhaupt nicht abwerten.

00:10:16: Es ist eine superwichtige Errungenschaft, dass wir unser Bildungssystem so gut leben können.

00:10:21: Ich will nur sagen, wir dürfen nicht immer das Eine erhöhen und das Andere runtermachen, sondern wir müssen das individuell entscheiden, individuell für die junge Person.

00:10:30: Wir sehen tatsächlich auch das erste Mal dieses Jahr ne Veränderung.

00:10:34: Das Handelsplatz sagt es kommt durch Unsicherheit mit KI aber ... Die Handwerkskammer hat das erste Mal wieder mehr Lehrverträge verzeichnet.

00:10:44: Ich finde den Gedanken super wichtig, weil wir häufig so tun als müssten junge Menschen den einzig richtigen Weg finden der dann für alle Ewigkeiten hält und dabei wissen wie gesagt gar nicht was sich in Zukunft entwickelt, wie sich die Arbeitsmarktentwickelt, wie es ganz in zehn Jahren aussehen mag.

00:11:02: und das kann ich sogar schon über mein Berufsleben sagen.

00:11:04: da hat sich viel massiv verändert.

00:11:06: wer weiß was noch alles kommen mag Und vielleicht müssen wir genau deshalb sehr viel stärker schauen, was Menschen, nicht nur junge Menschen, Menschen grundsätzlich unabhängig vom konkreten Beruf brauchen und erwerben können.

00:11:19: Das sind Themen über die wir auch schon gesprochen haben – Lernfähigkeit, Neugierde, Veränderungsfähigkeit… Die Fähigkeit immer wieder auf Neues zuzugehen und das quasi zu umarmen wenn man so will!

00:11:30: Hier finde ich den Ansatz von Siemens besonders spannend und ich glaube da hören wir jetzt noch ein bisschen mehr drüber oder?

00:11:36: In einer Arbeitswelt, die von Digitalisierung, KI und auch technologischem Wandel so sehr geprägt wird.

00:11:43: Da wird die Lernfähigkeit zum entscheidenden Faktor.

00:11:46: Und deshalb betrachten wir Bildung bei Siemens nicht als solitäre Aufgabe sondern wir wissen Bildung gelingt wirklich nur im Ökosystem Und deshalb engagiert sich Siemens auch über SIA Ed School schon frühzeitig in den Schulen und möchte gemeinsam mit Lehrkräften, aber auch mit der Wissenschaft und vielen weiteren Partnern Berufsorientierung erlebbar machen.

00:12:11: Denn nachhaltige Fachkräftesicherung entsteht nicht durch Einzelmaßnahmen – sie entsteht dort wo wirklich Bildungspartner ihre Stärken bündeln und gemeinsam Zukunft gestalten.

00:12:22: Jetzt habe ich euch recht lange auf die Folter gespannt, was Sia eigentlich wirklich bedeutet.

00:12:26: Ich hab davon gesprochen aber es gar nicht wirklich erklärt.

00:12:29: Sia bedeutet Siemens Your Adventure.

00:12:32: Siemens hat festgestellt dass junge Menschen ihre Produkte gar nicht so wirklich greifen können und wollten diese Lücke schließen.

00:12:40: Sie haben natürliche Reichweitenmedien sie haben aber auch eine Karriere Seite.

00:12:45: ist jetzt dieses Verbindungsstück.

00:12:47: Deswegen haben sie eine Web-App entwickelt, auf der in den Medienformaten die junge Menschen kennen unterschiedliche Jobs in Anführungszeichen erklärt werden indem sie erlebbar gemacht werden.

00:12:59: Sie werden von anderen Auszubildenden gezeigt.

00:13:02: es gibt Spiele und ich muss sagen vielleicht schaut ihr selber mal vorbei Ich habe mich in dem einen oder anderen Spiel schon echt verloren.

00:13:07: das ist schon interessant Und ich finde es wirklich toll gemacht und eine schöne Idee.

00:13:16: Jetzt entwickeln Sie sie gerade weiter, indem Sie diese Informationen und die neu aufbereiteten Informationen auch in Schulen bringen – also dass sich eben Schulen daran bedienen können und den jungen Leuten bestimmte Jobs näherbringen

00:13:29: können.".

00:13:34: spannend und auch sehr, sehr wichtig.

00:13:36: Berufsorientierung ist tatsächlich aus meiner Sicht die Aufgabe von mehreren Beteiligten nämlich den Unternehmen tatsächlich, den Schulen und auch der Politik.

00:13:46: Unternehmen können Aus meiner Sicht nicht erwarten, dass junge Menschen von alleine wissen können welche Beruf und Möglichkeiten es so gibt.

00:13:54: Deshalb muss man möglichst früh ansetzen unterschiedliche Berufsbilder aufzuzeigen und auch tatsächlich echte Erfahrungen zu ermöglichen Denn Berufsorientierung funktioniert dann am besten wenn man nicht nur darüber redet sondern sie auch erlebbar macht ähnlich wie du das grad beschreibst.

00:14:10: Ja, natürlich haben wir auch noch Angebote zum Beispiel von der Bundesagentur Verarbeit.

00:14:14: Aber wir sprachen gerade drüber – hier müssen junge Menschen selber aktiv werden!

00:14:19: Ich persönlich muss sagen ich fand das ein sehr, sehr guten Realitätscheck weil ich habe so eines dieser Gespräche besucht.

00:14:25: Ich war richtig in der Bundes-Agentur und hab mich da unten angemeldet.

00:14:29: Es war total interessant aber der Job war gar nichts für mich, der mir empfohlen wurde.

00:14:33: Soll ich nachfragen?

00:14:35: Besser nicht!

00:14:38: Und ich muss auch sagen, ich habe hier in der Vorbereitung mit einer Kollegin gesprochen.

00:14:41: Der ging es ähnlich.

00:14:42: Die hatte dieses Quiz der Bundesagentur gemacht.

00:14:44: Aber wie gesagt ... Ich finde das ist ein toller Realitätscheck vor allem weil man auch mal mit Menschen außerhalb seiner bekannten Strukturen, seines Bekanntenkreises über die eigenen Stärken und Schwächen spricht.

00:14:57: Und ich finde das eine sehr wichtige Erfahrung, dass auch mal irgendwie blöd gesagt von außen beurteilt zu bekommen oder auch in sich zu gehen durch bestimmte Fragen um das wirklich herauszuarbeiten.

00:15:06: Deswegen kann es wirklich nur empfehlen!

00:15:08: Ja und es gibt ja auch sicherlich nochmal eine Inspiration.

00:15:10: und wenn's nur eine ist nein, das will ich auf keinen Fall.

00:15:12: Ist ja auch schon mal eine Antwort.

00:15:15: Jetzt sehen wir... Siemens ist selbst aktiv geworden.

00:15:18: Also sie gehen aktiv auf SchülerInnen zu oder auf Schulen zu, jetzt ist Siemens aber auch ein sehr großes Unternehmen.

00:15:24: Sie sagen von sich selbst dass die im Jahr bis zu tausend dreihundert auszubildenden Studienstellen besetzen.

00:15:32: wie machen das denn kleinere Unternehmen?

00:15:34: hast du dann Tipp für uns Feli?

00:15:36: Ich würde sagen, das gleiche Prinzip in klein.

00:15:38: In Anfangsstrichen ja?

00:15:40: Ich glaube es sind drei Dinge entscheidend die wir da auch schon gehört haben nämlich erstens dass Thema früh sichtbar werden also Beziehung zu lokalen Schulen aufbauen.

00:15:50: Schnuppertage Praktika kurze Praktikas müssen nicht lange Praktiker sein kleine Workshops alles was sozusagen den Kontakt zur Praxis ermöglicht.

00:15:59: Jugendliche müssen den Beruf oder die Berufe erleben können und nicht nur darüber lesen.

00:16:04: Und ich glaube diesen Kontakt zu fördern, das kann man auch als kleineres Unternehmen ermöglichen.

00:16:09: Zweitens würde ich sagen, diejenigen, die es schon durchlaufen haben zur Botschaft anmachen.

00:16:13: Azubis also als Botschafter innen einsetzen.

00:16:17: Ich glaube nie man kann einem vierzehn- oder fünfzehn-, oder sechzehnjährigen besser erklären wie es denn wirklich läuft, als der oder diejenige, die's tatsächlich auch selbst durchlauft hat.

00:16:26: Und drittens würde ich Grundsätzlich und darüber haben wir uns schon unterhalten stärker auf das Potenzial und die Lernbereitschaft an sich zu setzen.

00:16:34: Also gerade in einer Arbeitswelt, in der sich so viel verändern wird ist vielleicht nicht unbedingt der perfekte Notenschnitt das entscheidende Kriterium sondern dass was man an Bereitschaft mitbringt Neues zu lernen sich auf neues einzulassen und tatsächlich sich weiterzuentwickeln.

00:16:51: Und da muss natürlich jedes Unternehmen schauen, gucken wie das unter den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen möglich ist.

00:16:59: Gleichzeitig würde ich hier ein Plädoyer machen die Nachwuchsarbeit komplett auf Pause zu drücken Wie man so schön sagt.

00:17:06: Ich glaube dass wäre fahrlässig weil der Fachkräftemangel der steht an

00:17:10: Er schläft

00:17:11: nicht.

00:17:11: Nein, er geht nicht weg!

00:17:14: Aber ich finde das waren sehr tolle Tipps und ich kann es auch wirklich nur empfehlen wie doll ich ins Schwitzen geraten bin als ich damals jungen Menschen, jungen Schülern und Schülerinnen erklären musste... Was du

00:17:25: eigentlich den ganzen Tag machst?

00:17:26: Ja oder auch alleine was e-learning ist.

00:17:28: also versuch das mal runter zu brechen dass die jungen menschen das verstehen.

00:17:32: Das machen wir das nächste Mal.

00:17:35: Ich würde gerne

00:17:37: hören

00:17:38: Aber Bettina hat uns wirklich noch einen schönen Gedanken mitgegeben, dem ich absolut Raum geben möchte.

00:17:44: Wir bilden heute nicht mehr für den einen Beruf aus sondern wir bilden wirklich für eine Arbeitswelt aus die sich ständig ändert.

00:17:51: Warum?

00:17:52: Naja!

00:17:52: Wir wissen es alle – die neuen Technologien wie KI verändern unsere Tätigkeiten, die Rollen und die Kompetenzanforderungen in einem Tempo, das man kaum Schritt halten kann.

00:18:04: Deshalb geht es bei uns wirklich darum, bei der Ausbildung die Menschen auf diese sich kontinuierliche Änderung vorzubereiten und ihnen Ausbildungsinhalt zu geben, die für eine Vielzahl späterer Berufe relevant hat.

00:18:19: Wie machen wir das?

00:18:20: KI ist heute fester Bestandteil in jedem Ausbildingsberuf und jedem dualen Studium.

00:18:26: Denn nur so können wir auf die Kompetenzanforderungen von morgen reagieren!

00:18:31: Ja, und das finde ich einen total wichtigen Punkt.

00:18:34: Wenn wir heute nicht wissen können welche konkreten Berufe in zehn Jahren oder darüber hinaus relevant sind müssen wir Ausbildung einfach auch neu denken.

00:18:45: Dann geht es stärker darum junge Menschen Fähigkeiten und Haltung mitzugeben, mit denen sie sich auf eine verändernde Arbeitswelt auch einstellen können.

00:18:54: Und in dieser Arbeitswelt sich tatsächlich neu orientieren können und sich immer wieder weiterentwickeln können.

00:19:02: Das ist aus meiner Sicht ganz wichtig und dazu gehören so Themen wie Lernfähigkeit und auch Problemlösungsfähigkeit als Beispiele sich selbstständig in neue Themen einzuarbeiten, eigenständig Lösungswege zu finden.

00:19:17: Ich glaube das sind Fähigkeiten die universell in verschiedensten Situationen einfach hilfreich und damit auch zukunftsfähig sind.

00:19:25: Neugierde würde ich noch mit auf die Liste

00:19:27: schreiben.

00:19:27: Neu jeder!

00:19:27: Auch ein sehr guter Punkt.

00:19:28: Offenheit, Mut, Agree...

00:19:31: Ich glaube, damit haben wir auch schon wieder das perfekte Schlusswort für die Folge gefunden.

00:19:35: Der Arbeitsmarkt steht vor Herausforderungen und die sind auch richtig doll vielfältig Und ich glaube, wir müssen aufhören in Vorurteilen zu denken.

00:19:44: Die böse Generationen, die böse generationen ... Nee!

00:19:48: Wir finden erst Lösungen wenn wir darüber hinauskommen und wenn wir anfangen gemeinsam in die Zukunft zu gucken.

00:19:53: Das kann ich nur bestätigen und wir müssen der jungen Generation tatsächlich auch Orientierung geben und Vertrauen schenken.

00:19:59: Ja jetzt hatten wir schon lange kein Bullshit-Bingo mehr liebe Feli.

00:20:02: Dein Lieblingsspiel?

00:20:04: Ich liebe Miss-Aussagen, und ich ... Ich fange einfach

00:20:08: nicht.

00:20:08: Was ist die Frage?

00:20:10: Ich fang

00:20:10: heute

00:20:11: an!

00:20:11: Okay, ja, bin gespannt.

00:20:13: Meine Familie weiß bis heute nicht was ich mache.

00:20:15: Sie werden vielleicht dir so voll gehören, also hi, aber sie wissen es nicht.

00:20:19: Und das finde ich ganz traurig.

00:20:21: Es ist irgendwie schade wie schwer es mir doch fällt meine Familie allein zu erklären oder was ich mach den ganzen Tag.

00:20:29: Wie sieht's bei dir aus?

00:20:33: Also ein Ratschlag, den ich früher gekriegt habe.

00:20:35: Mach was Vernünftiges damit du später einen sicheren Job hast?

00:20:40: Was ist

00:20:41: vernünftig und was ist sicher in der heutigen Zeit?

00:20:44: Das stimmt!

00:20:46: Und damit sagen wir auch schon heute tschüss ihr Lieben vielen Dank dass ihr da wart also ich hatte auf jeden Fall heute sehr viel Spaß bei der Folge die mir super doll am Herzen lag.

00:20:55: und falls ihr selbst im Bereich der Ausbildung oder ja Im Recruiting von Jungen Menschenarbeit schreibt uns doch mal in die Kommentare, was euch gerade bewegt oder wie ihr dazu steht.

00:21:04: Ich fände es total interessant, mal euren Blick zu sehen!

00:21:07: Ja vielen Dank fürs Zuhören.

00:21:08: wir freuen uns auf Feedback und bis zum nächsten Mal!

00:21:12: Tschüss!

00:21:13: Tschüs!

00:21:14: Sag mal Feli ich wurde letztens gefragt einer fünfjährigen zu erklären was ich mache.

00:21:19: das war ja noch schlimmer als meiner Familie.

00:21:21: Wie würdest du eine fünfjährige erklären was du machst?

00:21:23: Also... Ich habe keine fünfjährigen mehr in meiner Familie, aber ich hatte mal fünfjährige Neffen und den musste ich damals erklären was ich als Personalchefin

00:21:42: mache.

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